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Ulmer Wappen



Karl (von) Heim (1863-1890) (47)

* 20. Dezember 1820 in Walddorf bei Tübingen; † 8. April 1895 in Ulm

 

Am 21. April 1863 erfolgte die Wahl Karl Heims zumKarl von Hein Stadtschultheißen von Ulm (2.080 Stimmen) [46)Die erbetene Entlassung aus dem Staatsdienst wurde am 28. Mai 1863 erteilt. Die Amtseinführung erfolgte am 27. Juli 1863. Am 27. September 1864 verlieh der württembergische König Heim den Titel Oberbürgermeister. Von 1863 bis 1890 war er Oberbürgermeister von Ulm. Herausragende Leistung seiner Amtszeit war die Fertigstellung des Münsterausbaus. Wichtiger war aber wohl die Verbesserung der Kanalisation und der Trinkwasserversorgung.

Der Lebensweg Karl von Heim

Karl Heim war das dritte von neun Kindern des Walddorfer Schultheißen (1824 bis 1837; am 16. April 1835 Verleihung der goldenen „Civil-Verdienst-Medaille“) Johann Georg Heim (* 1791 † 1837) (48) und dessen Ehefrau Maria Barbara geb. Heim (* 1793 † 1840), einer Tochter des Walddorfer Ochsenwirts Carl Heim.

Heim besuchte die Lateinschulen in Nürtingen und Tübingen. Nach der Konfirmation arbeitete er als Notariatsgehilfe bei Notar Wiedersheim in Walddorf. Am 11. November 1840 erfolgte die Immatrikulation an der Universität Tübingen, wo er inklusive seiner Referendarzeit bis 1846 Rechtswissenschaften studierte. Im Mai 1846 bestand Heim die zweite Justizdienstprüfung, im Anschluss wurde er zunächst zum provisorischen Gerichtsaktuar in Weinsberg bestellt (49), am 18. Juni 1846 in diesem Amt bestätigt. 1849 war Karl Heim Oberamtsgerichtsverweser in Langenburg, 1850 in Oberndorf am Neckar. In Oberndorf erfolgte am 30. Januar 1851 die Ernennung zum Oberamtsrichter. Am 23. Februar 1854 wurde Karl Heim schließlich zum Oberjustizrat am Gerichtshof in Ulm ernannt.

Von 1877 bis 1881 war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Württemberg 14 (Ulm, Heidenheim, Geislingen) und die Deutsche Reichspartei. (50)

Am 24. November 1890 bat von Heim auf Grund seines angegriffenen Gesundheitszustands um Versetzung in den Ruhestand zum Jahresende. Zu seinem Nachfolger wurde 1891 Heinrich von Wagner gewählt.

In der Nacht vom 8. auf den 9. April 1895 starb Karl von Heim in Ulm und wurde am 11. April in Ulm bestattet (Trauerrede durch Dekan Bilfinger (51) ). Das Grabmal auf dem „Alten Friedhof“ in Ulm existiert noch.

Karl von Heim erhielt unter anderem folgende Auszeichnungen und Ehrungen:
1864: Ritterkreuz des Friedrichs-Ordens
1868: Ritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone, (52) wodurch er in den persönlichen Adelsstand erhoben wurde
1888: Ernennung zum Ehrenbürger Ulms anlässlich des 25-jährigen Dienstjubiläums
1889: Kommenturkreuz des Ordens der Württembergischen Krone
Am 5. Juli 1897 wurde auf dem Ulmer Karlsplatz das Karl-von-Heim-Denkmal eingeweiht (das Denkmal steht inzwischen beim Justizgebäude am Hafenbad)
1900: Benennung einer Straße (Heimstraße) nach dem verstorbenen Oberbürgermeister

 



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