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Vorwort

Auch wenn die Firma Karl Kässbohrer heute nicht mehr in Ulm besteht, so hat sie, wie auch die anderen verschwundenen Firmen Magirus, Pflugfabrik Gebrüder Eberhard, Telefunken usw. doch großen Anteil am Aufbau unserer Stadt nach 1945. In den Nachkriegsjahren gab es kaum eine Familie bei der nicht mindestens ein Familienmitglied bei einen dieser Firmen arbeitete.   


Chronik der Firma "Karl Kässbohrer" von 1893 bis Heute (60)

Kässbohrer, Ulm
Die technische und industrielle Entwicklung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts brachte durch den Einsatz der Maschine auch im Wagenbau den Übergang von dem jahrhundertelang geübten Handwerk zum mechanisierten Betrieb.
 
1893 gründete Karl Heinrich Kässbohrer mit der Wagenfabrik Kässbohrer das Familienunternehmen. Schon 1904 erfolgte der wachstumsbedingte Umzug in die damalige Ulmer "Neustadt". Mit Aufträgen von mehreren Autoherstellern wurden ab 1910 erstmals Karosserien für Personenwagen-Fahrgestelle gefertigt. Auch erhielt das Unternehmen das erste Patent für einen kombinierten Omnibusaufbau für Personen- und Gütertransport. 1922 entwickelte Kässbohrer einen, damals noch vollgummibereiften, Lastwagen-Anhänger. Ende 1922 übernahmen nach dem Tod von Karl Heinrich Kässbohrer die beiden Söhne Karl und Otto Kässbohrer die Führung und Verantwortung für den Betrieb. 1924 entwickelte der Maschinenbauingenieur Karl Kässbohrer den ersten Zweiseiten-Kippanhänger mit zwei in der Längsachse angeordneten Kippwinden.
 
Nach der Übernahme der Karosseriefabrik Neuer & Thieme in Ulm (1928), konnte die Omnibusfertigung noch weiter ausgebaut und die Produktion gestrafft werden. Die ersten Kässbohrer-Aussichts-Omnibusse, mit Schiebedächern und voller Verglasung des Oberteils, wurden in den Jahren 1928 bis 1930 gebaut. 1934 wurde in der Peter-Schmid-Straße der Grundstock zu den heutigen Fabrikanlagen gelegt und 1938 die benachbarte Anhänger- und Transportgerätefabrik A. Mattes & Co. übernommen.
 
Während des Zweiten Weltkriegs wurden bei Kässbohrer bis zu 1500 ausländische Zwangsarbeiter eingesetzt. Sie mussten zwölf Stunden am Tag, von 6 bis 18 Uhr, schuften. Die Produktion konzentrierte sich auf Kriegsgerät. Am Ende des Krieges wurden die Werksanlagen durch Bombenangriffe zu 80 Prozent zerstört.
 
1948 hatte das Werk nach der Währungsumstellung bereits wieder 850 Mitarbeiter und Kässbohrer-Erzeugnisse wurden immer mehr zu einem Qualitätsbegriff im Fahrzeugbau. 1951 entwickelte Otto Kässbohrer den ersten selbsttragenden Omnibus S8. Zwischen 1953 und 1967 erfolgten firmenintere Umstrukturierungen, der Aufbau eines deutschlandweiten Reparatur- und Ersatzteildienstnetzes mit Zweigwerken in Dortmund, Hamburg, Frankfurt und Berlin und der Neubau einer Omnibusfertigungshalle für Setra-Busse. 1968, das Unternehmen feierte sein 75-jähriges Bestehen, expandierte man erstmals ins Ausland und errichtete in Salzburg ein neues Werk. Der Konzern hatte seinen Höhepunkt erreicht und war nun größter Produzent von Reisebussen und LKW-Anhängern innerhalb Deutschlands. 1969 wurde die Produktpalette um den PistenBully vergrößert, der sich innerhalb kurzer Zeit als äußerst erfolgreich herausstellte. Bereits zehn Jahre später, 1979, fuhren über 2.000 Bullys in 35 Ländern.
 
Ende der 1980 er Jahre war die Karl Kässbohrer Fahrzeugwerke GmbH mit rund 9.000 Mitarbeitern die zweitgrößte GmbH in Deutschland. Der Wandel in der Wirtschaft hin zur Globalisierung und die große internationale Konkurrenz hinterließen aber auch bei diesem Unternehmen ihre Spuren. In der Phase der wirtschaftlichen Rezession wurden plötzlich tiefe Schnitte notwendig. Mehr und mehr sank der Marktanteil und Arbeitsplätze wurden abgebaut.
 
"Das Ende der Firma "Karl Kässbohrer"
 
Ab 1993, ausgerechnet dem Jahr des 100-jährigen Firmenjubiläums, begann die Auflösung des Konzerns. Der Bereich Nutzfahrzeugaufbauten, Auflieger und Anhänger wurde mit Ausnahme der Sparte Tank- und Silofahrzeuge (übernommen von Fahrzeugwerke Rohr, Straubing in Niederbayern) an den ehemaligen Konkurrenten Kögel verkauft. 1994 erfolgte die Auslagerung des letzten gewinnbringenden Bereichs, die Geländefahrzeugsparte mit PistenBully und BeachTech, in das eigenständige Unternehmen Kässbohrer Geländefahrzeug GmbH.
 
1995 kam das Aus für den Mutterkonzern: Daimler-Benz AG kaufte Setra auf und legte seine Bus-Sparte Mercedes-Benz mit dem Kässbohrerschen Setra zusammen. Seither firmiert dieser unter dem Namen EvoBus, die Marken Setra und Mercedes bestehen aber weiter.
 
Gleichzeitig mit dem Inkrafttreten der Übernahme konnten die Brüder Heinrich, Ulrich und Otfried Kässbohrer das österreichische Werk zurückkaufen. Der 1. März 1995 war die Geburtsstunde der heutigen Kässbohrer Transport Technik GmbH mit Sitz in Eugendorf bei Salzburg, das einzige Kässbohrer-Unternehmen, das noch im Besitz der Familie Kässbohrer steht.
 
Die Sattel-Anhänger-Marke Kässbohrer ging im Jahr 2002 an den türkischen Konzern Tirsan, der später auch den holländischen Kofferfahrzeug-Hersteller Talson und den deutschen Tankfahrzeug-Fabrikanten Hendricks aus Goch erwarb.   
 

Die Entstehung der Firma "Karl Kässbohrer" in Ulm

Karl Kässbohrer (61) 
 
Gründer der Firma

* 6.9.1864 in Ulm, † 26.12.1922 in Ulm
 
 
Mit Karl Kässbohrer, dem Gründer der nach ihm benannten Ulmer Fahrzeugwerke, ist der Übergang und die Hinwendung seiner über Jahrhunderte in der Donauschifffahrt tätigen Familie zur Produktion von Wagen verbunden. Nach dem Schulbesuch erlernte der im Fischerviertel geborene Kässbohrer nicht, wie zwei seiner Brüder, das HandweKässbohrer, Ulmrk des Schiffbauers, sondern durchlief seit 1887 eine Wagner- und Stellmacherlehre bei dem Ulmer Wagnermeister Karl Hirth. Nach Ableistung seines Militärdienstes beim Pionierbataillon Nr. 13 ging als Handwerksgeselle auf die obligatorische Wanderschaft. Diese führte ihn u. a. nach Stuttgart (Firma Nägele), München und Wien (Hofwagenfabrik Bähr). Diese Zeit. nutzte K., um sich im wagenbautechnischen Zeichnen zu üben und sich im Bau von Kutschen weiterzubilden. 1893 machte er sich in seiner Vaterstadt, am Lautenberg, als Stellmacher und Wagenmeister selbstständig. Er gründete eine Wagenfabrik, die 1907 den Namen "Wagenfabrik Kässbohrer“ und 1911 den Namen „Erste Ulmer Karosseriefabrik Karl Kässbohrer“ erhielt. Damit trat er in Konkurrenz zu den zwölf anderen Ulmer Wagnermeistern. Zunächst hauptsächlich von Reparaturaufträgen lebend, widmete sich Kässbohrer von Anfang an der Konstruktion von Wagen. 1897 lieferte er den ersten kompletten Brückenwagen aus. Seine Modelle stellte er u. a. regelmäßig auf dem Stuttgarter Pferdemarkt aus. 1904 verlegte Kässbohrer sein rasch expandierendes Unternehmen in die Hartmannstraße in die sogenannte „Neustadt“ am Michelsberg. Dort konnten fortan auch Schmiede-, Schlosser-, Sattler- und Lackierarbeiten ausgeführt werden. 1907 meldete er ein Patent für ein kombiniertes Personen- und Güterverkehr - Fahrzeug an - die Geburtsstunde des Omnibusses! Der Prototyp konnte 1910 an eine Ausfluggaststätte bei Ulm geliefert werden. Im gleichen Jahr lieferte das Unternehmen einen Omnibus (Karosserie: Saurer-Fahrgestell aus der Schweiz) für 25 Personen für den Verkehr zwischen Ulm und Wiblingen aus, der erste Linien-Omnibus. Neben der Omnibus-Produktion fertigte K. Karosserien für Personenkraftwagen (u. a. Studebaker, Lancia Lambda, NSU, Opel, Ford), wobei er erste Erfahrungen mit selbst tragenden Gestellen machte. Er bot Dog-Carts, Landauer und pferdebespannte Postkutschen ebenso an wie Gebrauchtwagen und den Bau von Wagen nach speziellen Wünschen und Bedürfnisse. Kässbohrer war mit seinen Angeboten ganz auf der Höhe der Zeit - und ihr manchmal auch voraus. Vor dem Ersten \Weltkrieg kam die Produktion von Lastwagen - Karosserien und -Anhängern hinzu. Im Jahr  seines Todes entwickelte Kässbohrer noch den vollgummibereiften Lastwagen-Anhänger. Der plötzliche Tod Kässbohrer's und die im Zusammenhang mit der Inflation seit 1923 herrschenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten stürzten die Firma in eine schwere Existenzkrise, die jedoch durch den Einsatz seiner beiden Söhne Karl Kässbohrer (jun.) und Otto Kässbohrer bewältigt werden konnte. In seinem Geburtshaus im Fischerviertel erinnert eine Ausstellung an den Firmengründer und die Geschichte seines Unternehmens.
 

Karl Kässbohrer jun. (62) 
 
Nachfolger mit seinem Bruder Otto

* 27.5.1901 in Ulm, † 29.4.1973 in Ulm
 
Karl Kässbohrer jun. war mit seinem Bruder Otto Kässbohrer Inhaber der Kässbohrer Fahrzeugwerke GmbH in Ulm, Konstrukteur von LKW-Anhängern und Spezialfahrzeugen (Tıeflader, Autokrane ). Die beiden Brüder machten das Unternehmen, das beim Tod des Gründers 1922 etwa 20 Mitarbeiter beschäftigte, trotz widriger Ausgangsbedingungen zu einer Weltfirma. Der älteste Sohn von Karl Kässbohrer (sen.) studierte nach der Reifeprüfung am Ulmer Gymnasium an der TH Stuttgart
Ingenieurwissenschaften. Der Tod des Vaters rief den 21 jährigen Karl Kässbohrer jun. frühzeitig in große Verantwortung. In der Zeit der Inflation stand die Existenz der Firma in Frage; Übernahmegerüchte liefen um. Mit seinem jüngeren Bruder Otto Kässbohrer gelang es ihm, das Unternehmen durch die wirtschaftlich schwierigen 1920 er Jahre zu führen. 1928 erwarben die Brüder die Ulmer Karosseriefabrik Neuner & Thieme und forcierten die Spezialisierung auf Omnibusse, Anhänger und Aufbauten.
Im gleichen Jahr siedelte das Unternehmen von der Hartmannstraße in die Söflinger Straße um, schon 1935 stand der nächste Umzug in die Peter-Schmid-Straße an. 1937 wurde zusätzlich ein größeres Terrain in Neu-Ulm erworben, das als Holzlager diente. 1938 kaufte Karl Kässbohrer jun. mit seinem Bruder das Fahrzeugwerk Matthes & Co.; die Firma hieß seitdem Karl Kässbohrer Fahrzeugwerke. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs warf den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg der Firma zurück. Viele Mitarbeiter mussten zur Wehrmacht einrücken, der schwunghafte Exporthandel brach zusammen. 1942 wurden in Ulm erste Versuchsfahrten mit einem ,,Oberleitungs-Omnibus“, dessen Elektromotoren von Strom aus einer Überleitung gespeist wurde, unternommen. Die Luftangriffe von 1944/ 45 legten die Werkshallen in Schutt und Asche. Nach Kriegsende wurde der Neuaufbau unspektakulär, aber effizient in Angriff genommen: Zu den knapp 200 bei Kriegsende verbliebenen Arbeitern und Angestellten kamen in Laufe der Sommers 1945 an jedem Tag neue, altbekannte Gesichter in notdürftig auf Zivil geänderten Uniformen zu. Es waren die ersten Heimkehrer aus den Lagern und der Gefangenschaft, die an ihren alten Arbeitsplatz zurück kehrten. Eine "Bauabteilung wurde improvisiert, Notdächer wurden über den zerbombten Dächern errichtet und die Maschinen, die Werkzeuge und alles brauchbare Material am dem Schutt ausgegraben. Es war eine an der Not geborene Gemeinschaft, die beinahe Unvorstellbares leistete. Schon 1951 konnte der erste Omnibus SETRA (für „Selbsttragend“) gebaut werden, der nicht mehr Aufbau auf einem LKW'- oder PKW-Gestell war, sondern sich selbst trug. 1953 konnte der erste Gelenkbus mit Platz für 170 Personen vorgestellt werden. 1954 wurden die ersten dreiachsigen Hochdeckerbusse
„Silver Eagle“ und „Golden Eagle“ in die USA geliefert. Karl Kässbohrer jun. über seine Arbeit im Unternehmen hinausgehendes Engagement war umfassend und vielgestaltig. 1949 zählte Karl Kässbohrer jun. zu den Gründern des Verbandes der Metallindustriellen in Württemberg-Baden (später Baden-Württemberg) und war von 1963 bis 1971 Erster Vorsitzender der Bezirksgruppe Ulm. Von 1957 bis 1971 war er Mitglied des Präsidiums der IHK Ulm. Seit 1947 gehörte Karl Kässbohrer jun. dem Kirchengemeinderat der Münstergemeinde an, war Mitglied des Engeren Rats und seit 1972 gewählter Vorsitzender der Gesamtkirchengemeinde, daneben auch Gründer des Arbeitskreises Kirche und Wirtschaft in Ulm. Von 1960 bis 1971 gehörte er, zunächst als Abgeordneter  von Ulm, dann von Ulm, Blaubeuren und Münsingen der
Ev. Landessynode. 1960 Mitglied des ständigen Ausschuss, 1966 Mitglied des Ältestenbeirat, 1969 stv. Mitglied des Landeskirchenausschuss. Karl Kässbohrer jun. war Mitbegründer der Ausbildungshilfe für Straßenjungen in Addis Abeba (Äthiopien). 1961 gründete Karl Kässbohrer jun. mit Theodor Wölpert den „Verein zur Förderung der Jugendarbeit“ und erwarb im Allgäu ein nach ihm benanntes Vereinshaus. - Mitglied der Dt. Christlichen Studentenvereinigung und der Ev. Akademikerschaft.
 


Kässbohrer, Otto (63)
 
Nachfolger mit seinem Bruder Karl jun.
 
* Ulm 26. Jan. 1904, † Ulm  20. Juni 1989
 

Der aus der bekannten Ulmer Unternehmerfamilie stammende Otto Kässbohrer war mit seinem Bruder Karl Kässbohrer jun. Inhaber der Kässbohrer Fahrzeugwerke GmbH in Ulm, Konstrukteur von LKW-Anhängern und Spezialfahrzeugen (Tieflader, Autokrane). Nach dem Schulbesuch machte Otto Kässbohrer seine Lehre als Wagner in der von seinem Vater gegründeten Wagenfabrik Kässbohrer in Ulm. Nachdem er 1922 den Gesellenbrief erhalten hatte, übernahm er Ende des Jahres nach dem Tod des Vaters gemeinsam mit seinem Bruder Karl -›Kässbohrer die Leitung des Unternehmens. Die individuellen Leistungen der beiden Unternehmensleiter abzuwägen, die in fünfzig Jahren den Erfolg ihrer Firma zu sichern und zu steigern wussten, ist schwierig. Otto Kässbohrer gilt als der eigentliche Erfinder des selbsttragenden Omnibusses (SETRA), der 1951 in Produktion ging. Nach dem Tod seines älteren Bruders 1973 übernahm der 69 Jahre alte K. die alleinige Führung des Unternehmens. 1977 stiftete Otto Kässbohrer im Ulmer Münster das „Fenster der Erfüllung“, im Jahr darauf würdigte die Stadt Ulm seine Verdienste um die Belange seiner Heimatstadt mit der Verleihung der Bürgermedaille. 1982 übergab Otto Kässbohrer die Geschäftsführung seinem Neffen Heinrich Kässbohrer. 1984 wurde von Otto Kässbohrer die nach ihm benannte „Otto-Kässbohrer-Stiftung“ ins Leben gerufen, die u. a. unverschuldet in Not geratenen Betriebsangehörigen hilft. Zu
seinem 85. Geburtstag erhielt Otto Kässbohrer die Albrecht-Berblingen Medaille, fünf Monate später starb der „Parade-Ulmer“, der alte Unternehmer-Tugenden hochhielt und weit über „seine“ Stadt hinaus größten Respekt genoss. 2004 legte EvoBus aus Anlass des 100. Geburtstages von Otto Kässbohrer die Sonderserie „100 Jahre Otto Kässbohrer“ auf.
 


Nachfolger von Otto und Karl jun.
Sohn von Karl jun.
 
Kässbohrer, Heinrich (64)
 
* Ulm 26. Mai 1936, † Ulm 17. Juli 2007
 
 

Kässbohrer, Heinrich war in der dritten Generation Ulmer Fahrzeugunternehmer. Eng war er mit den SETRA-Omnibussen und dem Verband der Metallindustrie verbunden. Sein ganzes Leben drehte sich um Ulm. Dort wurde er geboren, Wuchs er auf und besuchte die Schule. Es verstand sich von selbst, dass er nach der kaufmännischen Ausbildung in die Kässbohrer-Fahrzeugwerke eintrat. Nachdem sein Vater 1973 gestorben war, arbeitete er eng mit seinem Onkel Otto Kässbohrer zusammen, der ihn 1982 zum Geschäftsführer
machte. Kässbohrer, Heinrich führte 1992 die Verlegung eines Fertigungsbetriebes ins Pfuhler Ried durch. Die Auflösung der Kässbohrer-Fahrzeugwerke in den 1990 er Jahren und den Verkauf der SETRA-Sparte erlebte er verständlicherweise mit gemischten
Gefühlen. Er blieb aber Miteigner und stv. Beiratsvorsitzender der Firma Kässbohrer Transporttechnik bei Salzburg. Daneben war er auch in der regionalen Wirtschaft fest verankert als Vorsitzender des Verbands der Metallindustrie (VMI), ein Amt, das er von 1984 bis 1994 ausübte. Der von seinen Mitarbeitern wegen seiner Menschlichkeit hoch geschätzte Kässbohrer, Heinrich war aktiver ev. Christ. Er gehörte dem Kirchengemeinderat der Paulusgemeinde an, übernahm Krankenbesuche und begrüßte neue Gemeindemitglieder mit einem persönlichen Besuch. Außerdem war er Vorsitzender des von seinem Vater ins Leben gerufenen Karl-Kässbohrer-Hauses, in dem Jugendfreizeiten angeboten werden.

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